Helmut Linssen
Helmut Linssen persönlich
- geboren am 21. Juni 1942 in Krefeld, röm./kath.
- aufgewachsen in Geldern, wohnhaft in Issum
- seit 1970 verheiratet mit Cathrin Linssen, eine Tochter, fünf Enkelkinder
- mittelständischer Unternehmer (Dr. rer. pol.)
- seit dem 24. Juni 2005 Finanzminister des Landes NRW
Politische Stationen
- Mitglied der CDU seit 1972
- Mitglied des Landtags von NRW (Wahlkreis Kleve) seit 1980
- Generalsekretär der CDU Nordrhein-Westfalen von 1987 bis 1991
- Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion von 1990 bis 1999
- Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft, Mittelstand und Technologie
- 1. Vizepräsident des Landtags von NRW in der 13. Wahlperiode
|
 |
 |
...ganz persönlich
 |
 |
| um fit zu bleiben: | | joggen und schwimmen |
| zur Entspannung: | | lesen und Musik hören |
| Hobbies: | | kleine Schafzucht, Skifahren, moderne Kunst |
| Vorbilder: | | Konrad Adenauer, John F. Kennedy, Menschen mit Zivilcourage |
| unverzichtbar: | | die Familie |
| Lebensmotto: | | "Gut zuhören, gerecht entscheiden, schnell handeln!" |
|
Der Mensch - Die Familie - Die Politik
Helmut Linssen wurde am 21. Juni 1942 in Krefeld am Niederrhein geboren. Geprägt hat ihn, wie es dem Vater im Krieg und in der Nachkriegszeit gelang, die Familie zu ernähren. Glaube, Hoffnung, Liebe, das waren die Leitmotive seiner Eltern. Zusammenhalt mit seinen beiden Geschwistern, gegenseitigen Respekt, Festigkeit im Glauben und Liebe zur Heimat, das hat er in der Jugend gelernt.
"Meine Familie ist für mich der Mittelpunkt meines politischen Interesses und meines Privatlebens. Wir müssen auch für den sorgen, der keine Familie hat. Wer in unserer immer schnelllebigeren Zeit nicht mitkommt, dem muss eine familiäre Gesellschaft Geborgenheit und Partnerschaft entgegenbringen, ohne nach seiner Herkunft, nach seiner religiösen Überzeugung oder nach dem Umfang seines Portemonnaies zu fragen!" So die feste Überzeugung von Helmut Linssen.
Als Helmut Linssen 19 Jahre alt war, starb sein Vater. Plötzlich stand er mit seinem Bruder vor der Aufgabe, den elterlichen Agrargroßhandel in Geldern, ein 1925 gegründetes Familienunternehmen, weiterzuführen. "Es galt, 70 Menschen mit ihren Familien den Arbeitsplatz zu sichern. Das war damals eine sehr schwere Zeit, aber wir haben es geschafft", erinnert sich Helmut Linssen. Sein zwei Jahre älterer Bruder und er mussten damals in kurzer Zeit das unternehmerische Handwerk erlernen." Der Ältere machte eine Ausbildung zum Mühlen-Ingenieur, während Helmut Linssen nach Abitur und einer Groß- und Außenhandelslehre Wirtschafts- und Sozialwissenschaften studierte und promovierte.
Seine Frau Cathrin lernte Helmut Linssen als 24jähriger Betriebswirtschaftsstudent in München kennen. Sie war damals 17 und wusste am vierten Tag nach ihrer Begegnung: "Ich habe den Mann meines Lebens kennen gelernt."
Gemeinsam mit seinem Bruder baute Helmut Linssen zunächst das mittelständische Familienunternehmen aus, war dort insbesondere Experte für Pflanzenernährung und Pflanzenschutz - ein Wirtschaftsfachmann mit Verantwortungsgefühl für den Umweltschutz. Diese Zeit hat ihn geprägt und beeinflusst bis zum heutigen Tag sein politisches Denken und Handeln.
Zur Politik kam Helmut Linssen eher spät. Ausschlaggebend für seinen Eintritt in die CDU war 1972 die von den Sozialdemokraten erhobene Forderung, die Belastbarkeit der Wirtschaft zu erproben. Dies gab dem jungen Unternehmer zu denken und bewegte ihn, in die CDU seiner Heimatstadt Geldern einzutreten. Der damalige Vorsitzende der CDURatsfraktion forderte ihn zur Kandidatur für den Stadtrat in Geldern auf mit den Worten: "Wir haben so viele Lehrer, wir brauchen jetzt mal Leute, die was von der Wirtschaft verstehen!"
Helmut Linssen wollte sich der politischen Verantwortung nicht entziehen. Von 1975 bis 1980 war er Ratsmitglied in seiner Heimatstadt. 1980 gewann er im Wahlkreis Kleve I das Direktmandat für den nordrhein-westfälischen Landtag, wo er sich als Umwelt- und Wirtschaftsexperte schnell einen Namen machte. Der Vorsitzende der nordrhein-westfälischen CDU, Bundesarbeitsminister Norbert Blüm, berief ihn 1987 zum Generalsekretär der NRW-CDU: "Mit Geschick und Durchsetzungskraft trieb er das Zusammenwachsen der ehedem getrennten Landesverbände Westfalen-Lippe und Rheinland voran und empfahl sich für höhere Aufgaben", so schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung (17.05.1994).
1990 wählte ihn die CDU-Landtagsfraktion zu ihrem Vorsitzenden. "In diesem Amt hat er sich zu einem Politiker entwickelt, der geschmeidig zwischen aggressiver Härte und präsidialem Habitus zu wechseln weiß", so die FAZ. 1990 rückte Helmut Linssen in den Bundesvorstand seiner Partei auf. Im Mai 1994 wurde er in einer Urwahl zum Spitzenkandidaten der CDU in Nordrhein-Westfalen gewählt. Bei der Landtagswahl Mai 1995 gelang es ihm, die absolute Mehrheit der SPD in NRW zu brechen, obwohl diese mit dem damals populärsten Politiker in Deutschland, nämlich Johannes Rau, in die Wahl gegangen war.
"Mein Mann mag keine halben Sachen. Er gönnt sich erst eine Verschnaufpause, wenn er weiß, dass er etwas zum Besseren verändert hat", weiß seine Frau Cathrin. Vater und Großvater der im Eifelstädtchen Mayen geborenen Cathrin bekleideten Bürgermeisterämter. Sie kennt das politische Geschäft von klein auf und weiß, dass die Familie das politische Engagement des Mannes mittragen muss. Dabei findet Tochter Stephanie, dass ihr Vater nicht der typische Politiker ist. "Er redet nicht um den heißen Brei herum, sondern sagt, was er denkt."
Zuhören, entscheiden, und das einmal als richtig Erkannte dann auch zügig durchsetzen - das ist die Handlungsdevise von Helmut Linssen, dessen Stärke das Zusammenführen von Menschen und verschiedenen Meinungen ist: "Politik bedeutet, widerstreitende Interessen miteinander in Einklang zu bringen."
Seine Vorbilder sind Konrad Adenauer und John F. Kennedy. "An meiner ersten Demonstration in Hamburg habe ich teilgenommen, als im November 1963 John F. Kennedy ermordet wurde. Kennedy stand für einen neuen Stil von Politik. Er stand für Aufbruch und Erneuerung. Etwas, was unser Land Nordrhein-Westfalen nach 39 Jahren SPD-Bürokratie und angesichts des rot-grünen Chaos in der Landesregierung auch dringend notwendig hätte!"
Neben seiner Arbeit steht für Helmut Linssen die Familie im Mittelpunkt. Wandern, Skifahren, lange Gespräche und die kleine Schafzucht sind Hobbies, die er mit seiner Familie teilt, wenn es die Zeit einmal zulässt. Der Tag für Helmut Linssen fängt früh an. Auch gelegentliche Stallarbeit lässt er sich nicht nehmen. "Im Schafstall habe ich Ausmisten gelernt. Das ist nicht die schlechteste Erfahrung", lacht Helmut Linssen. Dann führt ihn die Arbeit oft quer durch Nordrhein-Westfalen. "Ich liebe dieses Land. Wer Politik für Nordrhein-Westfalen machen will, der muss sich mit Leib und Seele dieser Aufgabe verschreiben."
|